Ei Electronics Ei650RF
Der Ei Electronics Ei650RF ergänzt die bewährten Eigenschaften des Ei650 um eine Funkvernetzung mehrerer Rauchwarnmelder. Erkennt ein Gerät Rauch, alarmieren auch die anderen Melder derselben Funkgruppe. Gerade in mehrstöckigen Häusern oder größeren Wohnungen ist das ein wichtiger Vorteil: Ein Alarm aus einem entfernten Raum wird auch dort hörbar, wo Sie sich gerade aufhalten. Das Funkmodul gehört beim Ei650RF bereits zum Lieferumfang. Langzeitbatterien, ein großer Testknopf und der Betrieb ohne regelmäßig blinkende Status-LED runden die Ausstattung ab. In unserem bisherigen Praxistest überzeugte uns besonders die zuverlässige Alarmübertragung.
Ausstattung und Lieferumfang des Ei650RF

Der Ei Electronics Ei650RF wird als Rauchwarnmelder mit Funkmodul angeboten. Laut aktueller Herstellerangabe ist das Ei600MRF enthalten. Dazu kommen die Montageplatte, Schrauben und Dübel sowie die Bedienungsanleitung.
Die Grundausstattung ähnelt dem bereits vorgestellten Ei650: Der Melder arbeitet mit einem photoelektrischen Sensor, besitzt eine große Test- und Stummschalttaste und verzichtet im normalen Betrieb auf eine regelmäßig blinkende Betriebsanzeige. Die wesentliche Erweiterung ist die Alarmweiterleitung per Funk.
Wichtig bei einzeln gekauften Komponenten: Der Ei650W besitzt die Anschlussmöglichkeit für ein Funkmodul. Der normale Ei650 ohne diesen Modellzusatz lässt sich dagegen nicht durch Einsetzen eines Moduls zum Funkrauchmelder aufrüsten.
Warum die Funkvernetzung einen Sicherheitsgewinn bietet
Ein einzelner Rauchmelder warnt zunächst nur an seinem Standort. Befindet sich dieser beispielsweise im Keller, kann sein Alarm hinter geschlossenen Türen oder über mehrere Stockwerke hinweg schwer zu hören sein.
Beim Ei650RF wird das Alarmsignal an die anderen Geräte der eingerichteten Funkgruppe übertragen. Dadurch warnen auch die Melder in den übrigen Räumen. Für größere Wohnungen und mehrstöckige Eigenheime halten wir diese gemeinsame Alarmierung für besonders sinnvoll.
Eine Internetverbindung oder eine zentrale Basisstation ist für die Funkvernetzung nicht erforderlich.
Einrichtung der Funkgruppe durch Hauscodierung
In unserem bisherigen Praxistest ließ sich die Vernetzung mit Hilfe der Anleitung gut einrichten. Die sogenannte Hauscodierung ordnet die gewünschten Geräte einer gemeinsamen Funkgruppe zu. Zunächst werden die Funkmodule entsprechend der Anleitung eingesetzt, sofern dies noch erforderlich ist. Anschließend wird an den beteiligten Geräten der Programmiermodus gestartet. Die Melder erkennen die übrigen Teilnehmer; über die blaue LED lässt sich die Anzahl der erkannten Geräte kontrollieren. Der Programmiermodus endet spätestens nach 30 Minuten automatisch. Gehen Sie dabei nach der Anleitung des tatsächlich gelieferten Funkmoduls vor. Zum Abschluss muss ein Funktionstest zeigen, dass sämtliche vorgesehenen Melder auf einen Testalarm reagieren.
Wie viele Rauchmelder lassen sich vernetzen?
Ei Electronics empfiehlt eine Vernetzung von bis zu zwölf Meldern. Die technischen Daten nennen insgesamt bis zu 31 Geräte als mögliche Systemgröße. Für die übliche Ausstattung eines Eigenheims ist die Empfehlung von zwölf Meldern die sinnvollere Planungsgrundlage.
Multi-Repeater-Technik zur Weitergabe der Funksignale
Das Funkmodul Ei600MRF arbeitet nach dem Multi-Repeater-Prinzip. Die Geräte können Funksignale empfangen und weitergeben. Dadurch sind mehrere Übertragungswege innerhalb des Netzes möglich, was die Reichweite und Stabilität unterstützen kann.
Ein zentraler Master-Melder ist dafür nicht erforderlich. Trotzdem müssen alle vorgesehenen Geräte an ihren endgültigen Montageorten zuverlässig miteinander kommunizieren. Auch ein vermaschtes Funknetz kann ungünstige bauliche Bedingungen nicht beliebig ausgleichen.
Die technischen Details des Ei650RF im Überblick
Funkreichweite: Herstellerangabe und unsere Praxiserfahrung
Das aktuelle Datenblatt nennt eine Funkreichweite von über 100 Metern im Freifeld. Innerhalb von Gebäuden fällt die Reichweite geringer aus. Insbesondere Stahlbetondecken, Metallflächen und massive Wände können die Übertragung beeinträchtigen.
In unserem bisherigen Praxistest funktionierte die Alarmweiterleitung durch zwei Betondecken problemlos. Dieses Ergebnis gilt für die damalige Einbausituation und lässt sich natürlich nicht pauschal auf andere Häuser übertragen. Prüfen Sie deshalb nach der endgültigen Montage von jedem Melder aus, ob die übrigen Geräte ebenfalls alarmieren.
Alarmlautstärke und Bedienung im Praxistest

Der Hersteller gibt einen Schalldruck von 85 dB(A) in drei Metern Abstand an. Bei unserer damaligen Messung wurde ein Spitzenwert von 97 dB angezeigt. Da Messverfahren, Frequenzbewertung und Raumeinflüsse die Ergebnisse beeinflussen, ist dieser Spitzenwert nicht unmittelbar mit einer standardisierten Hersteller- oder Labormessung vergleichbar.
Praktisch ist der große, mittig angeordnete Testknopf. Beim Funktionstest beginnt der Alarm mit reduzierter Lautstärke und schwillt anschließend an. Das macht die Prüfung angenehmer.
Ein unerwünschter Alarm lässt sich über die Stummschalttaste für ungefähr zehn Minuten unterbrechen.
Langzeitbatterien und Betrieb ohne störendes LED-Blinken
Sowohl der Rauchwarnmelder als auch das Funkmodul besitzen eine eigene, fest eingebaute Lithiumbatterie für zehn Jahre Betrieb. Regelmäßige Batteriewechsel entfallen. Die lange Betriebsdauer ist von der fünfjährigen Herstellergarantie zu unterscheiden.
Der Ei650RF führt alle 16 Sekunden einen automatischen Selbsttest durch und besitzt eine Verschmutzungskompensation. Außerdem trägt er das Q-Qualitätslabel und entspricht EN 14604. Im normalen Betrieb blinkt keine Status-LED regelmäßig auf. Dadurch eignet sich das Gerät gut für Schlafräume. Anzeigen während der Einrichtung, bei Alarmen oder Störungen bleiben davon unberührt.
Regelmäßige Prüfung bleibt erforderlich
Auch ein Funkrauchmelder mit Langzeitbatterien muss kontrolliert werden. Die aktuelle Anleitung verlangt eine Prüfung nach der Installation, mindestens einmal jährlich und nach längerer Abwesenheit. Kontrollieren Sie dabei neben dem einzelnen Melder auch die Alarmweiterleitung innerhalb der Funkgruppe.
Funkvernetzung ohne direkte Smart-Home-Anbindung
Der Ei650RF dient in erster Linie der gemeinsamen Alarmierung im Gebäude. Eine direkte WLAN-Verbindung, automatische Smartphone-Benachrichtigungen oder eine unmittelbar nutzbare Home Assistant Integration gehören nicht zur Ausstattung.
Ei650RF bei Stiftung Warentest und CHIP
Bei Stiftung Warentest erhielt der Ei650RF in der Ausgabe 01/2021 die Gesamtnote „Gut (1,8)“. Sowohl die Funkvernetzung im Praxistest als auch deren Einrichtung wurden mit „Sehr gut“ bewertet.
Zur Einordnung gehört allerdings: Stiftung Warentest führt bei der damaligen Ausführung noch das Funkmodul Ei650M auf. Das historische Ergebnis ist daher kein neuer Test der aktuell mit Ei600MRF angebotenen Kombination.
Ein neuerer Bericht stammt von CHIP und wurde am 1. Oktober 2025 veröffentlicht. Bei unserem Rechercheabruf im September 2026 wurde der Ei650RF dort mit „Sehr gut (1,5)“ bewertet. CHIP hebt insbesondere die Rauchmeldefunktion, die einfache Montage und den gut erreichbaren Testknopf hervor.
Fazit: Sinnvolle Funkvariante für größere Wohnungen und Häuser
Der Ei Electronics Ei650RF ist aus unserer Sicht eine empfehlenswerte Ergänzung zur unvernetzten Ei650-Serie. Sein entscheidender Vorteil ist die gemeinsame Alarmierung: Rauch in einem entfernten Raum führt auch an den anderen vernetzten Meldern zu einer Warnung.
In unserem bisherigen Praxistest überzeugten die Alarmübertragung und die Bedienung. Die Multi-Repeater-Technik, die Langzeitbatterien und der große Testknopf ergänzen das Konzept sinnvoll. Es handelt sich um einen zuverlässigen Rauchmelder ohne viel Schickschnack. Wer zusätzlich Benachrichtigungen auf dem Smartphone wünscht, greift dann eher zum smarten Rauchmelder, wie der X-Sense XS0B-MR.
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