Rauchmelder Test – warum sich der Vergleich lohnt
Rauchmelder retten Leben. Schon wenige Atemzüge giftigen Brandrauchs können zur Bewusstlosigkeit führen – umso wichtiger ist es, dass Rauchwarnmelder zuverlässig funktionieren.
In unserem Rauchmelder Test und Vergleich erfahren Sie, welche Geräte in puncto Sicherheit, Lautstärke und Bedienkomfort überzeugen. Wir zeigen die wichtigsten Unterschiede und helfen Ihnen, den passenden Rauchmelder für Ihr Zuhause zu finden. Dabei berücksichtigen wir klassische Rauchwarnmelder ebenso wie Funkmodelle und Geräte mit smarten Zusatzfunktionen. Außerdem erklären wir, worauf es bei Montage, Batterielaufzeit und regelmäßiger Kontrolle ankommt.

Rauchmelder im Test und Vergleich – zertifizierte Modelle für Ihr Zuhause.
Unsere Einschätzungen beruhen auf Herstellerangaben, technischen Produktdaten und teilweise auf eigenen Produkterfahrungen. Ob uns der vorgestellte Rauchwarnmelder selbst vorlag, wird im jeweiligen Produktbericht angegeben. Die Sterne zeigen unsere redaktionelle Gesamteinschätzung und sind weder das Ergebnis einer Laborprüfung noch eine Produktzertifizierung. Ergebnisse unabhängiger Prüfinstitute werden mit Quelle und Testdatum genannt.
Rauchmelder im Test und Vergleich
| Modell | X-Sense XS0B-MR | Ei Electronics Ei 650 | Pyrexx PX-1 | Hekatron Genius Plus Edition |
|---|---|---|---|---|
| Bild | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Funktionsweise | foto-optisch | foto-optisch | thermo-optisch | foto-optisch |
| Batterie | CR123A-Lithiumbatterie | Fest eingebaute 3-V-Lithiumbatterie | Zwei fest eingebaute Lithiumbatterien | Zwei fest eingebaute Lithiumbatterien |
| Batterielebensdauer | 3–5 Jahre bei Verbindung mit SBS50 | 10 Jahre | 10 Jahre | 10 Jahre |
| Batteriewechsel möglich? | ja | nein | nein | nein |
| Testfunktion | ja | ja | ja | ja |
| Stumm schalten | ja | ja | ja | ja |
| LED-Anzeige | Status-LED; Abschaltung über die App möglich | LED für Alarm-/Statusanzeigen; kein regelmäßiges Blinken im Normalbetrieb | nein | ja |
| Q-Label | nein | ja | ja | ja |
| Gewicht | 172 g | 185 g | 137 g | ca. 162 g mit Sockel |
| Abmessungen | 110 mm x 33mm | 115 mm x 50 mm | 105 mm x 38 mm | 104 mm x 48 mm |
| Besonderheiten | Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und smarter Rauchmelder mit Basisstation | Hohe Zuverlässigkeit | Lange Lebensdauer | App-Diagnose per SmartSonic |
| Unsere Einschätzung | ||||
| Preis | Ca. 32,99€ inkl. MwSt. | Ca. 19,99€ inkl. MwSt. | Ca. 25,99€ inkl. MwSt. | Ca. 25,99€ inkl. MwSt. |
| Testbericht | Zum Produktbericht | Zum Produktbericht | Zum Produktbericht | Zum Produktbericht |
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Funkrauchmelder – gemeinsame Alarmierung in mehreren Räumen
Funkrauchmelder sind besonders für größere Wohnungen und mehrstöckige Häuser sinnvoll. Erkennt ein Gerät Rauch, überträgt es den Alarm an die anderen kompatiblen Melder seiner Funkgruppe. Dadurch wird die Warnung auch in Räumen hörbar, die vom auslösenden Melder weiter entfernt sind.
In unserem Vergleich betrachten wir neben der Ausstattung auch die Einrichtung und Bedienung der Funkvernetzung. Eigene Praxiserfahrungen und Ergebnisse unabhängiger Prüfinstitute werden in den jeweiligen Produktberichten entsprechend gekennzeichnet.
Zuverlässige Funkverbindungen sind entscheidend
Damit die gemeinsame Alarmierung funktioniert, müssen die Geräte kompatibel sein, korrekt eingerichtet werden und an ihren Montageorten zuverlässig miteinander kommunizieren. Wände, Geschossdecken und Metallflächen können die Funkreichweite verringern.
Prüfen Sie deshalb nach der Montage die Alarmweiterleitung von jedem Melder aus. Wiederholen Sie diese Kontrolle entsprechend der Herstelleranleitung und nach Änderungen am System. Ein möglicher Täuschungsalarm kann ebenfalls an die übrigen Melder weitergegeben werden.
Funkrauchmelder im Vergleich
| Modell | X-Sense XS0B-MR | Ei Electronics Ei650RF |
|---|---|---|
| Bild | ![]() | ![]() |
| Funktionsweise | foto-optisch | foto-optisch |
| Vernetzung | Bis zu 50 kompatible Geräte an einer SBS50-Basisstation | Bis zu zwölf Melder empfohlen; technisch bis zu 31 Geräte |
| Funkverbindung | 869,25–869,3 MHz; WLAN-Anbindung über SBS50 | Bidirektional mit Multi-Repeater-Funktion |
| Batteriewechsel möglich? | ja | nein |
| Batterie | CR123A-Lithiumbatterie | Fest eingebaute 3-V-Lithiumbatterie |
| Batterielebensdauer | 3–5 Jahre bei Verbindung mit SBS50 | 10 Jahre laut Hersteller |
| Testfunktion | ja | ja |
| Stumm schalten | ja | ja |
| LED-Anzeige | Status-LED; Abschaltung über die App möglich | LED für Alarm-/Statusanzeigen; kein regelmäßiges Blinken im Normalbetrieb |
| Q-Label | nein | ja |
| Gewicht | 172 g | 210 g |
| Abmessungen | 110 mm x 33mm | 115 mm x 50 mm |
| Besonderheiten | Smarter Rauchmelder (Basisstation SBS50 erforderlich) | Funkmodul Ei600MRF enthalten; gemeinsame Alarmierung |
| Bewertung | ||
| Preis | Ca. 32,99€ inkl. MwSt. | Ca. 69,99€ inkl. MwSt. |
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Wie funktioniert die Funkvernetzung?
Bei Funkrauchmeldern müssen die Kommunikationsrichtung, die Weiterleitung von Signalen und der Aufbau des Systems unterschieden werden:
- Bidirektionale Kommunikation: Ein Gerät kann Funksignale senden und empfangen. Daraus folgt noch nicht automatisch, dass es Signale anderer Geräte weiterleitet.
- Repeater-Funktion: Ein Gerät gibt empfangene Signale weiter. Dadurch können zusätzliche Übertragungswege entstehen und größere Entfernungen überbrückt werden.
- Systeme mit Basisstation: Eine Zentrale kann je nach Produkt die Einrichtung, Verwaltung oder Weiterleitung von Meldungen übernehmen. Ob die Melder bei einem Ausfall der Basisstation weiterhin gemeinsam alarmieren, hängt vom jeweiligen System ab.
Das Funkmodul Ei600MRF des Ei650RF verwendet beispielsweise ein Multi-Repeater-Verfahren. Hier können mehrere Übertragungswege innerhalb des Funknetzes genutzt werden. Eine zentrale Basisstation wird für diese Vernetzung nicht benötigt.
Auch ein solches System ist auf geeignete Montagepositionen und funktionierende Funkverbindungen angewiesen. Eine uneingeschränkte Ausfallsicherheit lässt sich aus der Netzwerktechnik allein nicht ableiten.
Smarte Rauchmelder: Welche Funktionen bietet die App?
Eine App-Anbindung kann unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Prüfen Sie deshalb vor dem Kauf, welche Funktionen das konkrete Modell tatsächlich unterstützt:
- Diagnose vor Ort: Gerätezustand, Batteriestatus oder Verschmutzung auslesen.
- Verwaltung und Wartung: Melder Räumen zuordnen, Prüfungen dokumentieren oder an Prüftermine erinnern.
- Fernbenachrichtigung: Alarm- und Statusmeldungen unterwegs auf dem Smartphone empfangen.
- Smart-Home-Integration: Zustände und Alarme in einem kompatiblen System verwenden, beispielsweise für zusätzliche Licht- oder Tonsignale.
Eine Diagnose-App bedeutet nicht automatisch, dass der Rauchmelder Brandalarme an Ihr Smartphone sendet. Beim Hekatron Genius Plus dient die App beispielsweise der Auslesung und Wartungsunterstützung; eine eigenständige Fernalarmierung gehört nicht zur Ausstattung.
Ob eine Einbindung in Systeme wie Home Assistant möglich ist, muss für das jeweilige Modell und die verwendete Schnittstelle geprüft werden. Auch eine gemeinsame Alarmierung mehrerer Melder ist nicht bei jedem internetfähigen Gerät vorhanden.
Für Benachrichtigungen unterwegs können eine Basisstation, eine Internetverbindung und ein verfügbarer Hersteller Dienst erforderlich sein. Prüfen Sie außerdem mögliche laufende Kosten und das Verhalten bei einem Strom- oder Internetausfall. Die örtliche Rauchwarnfunktion muss unabhängig von einer Smartphone-Benachrichtigung berücksichtigt werden.
Warum Rauchwarnmelder wichtig sind
Brandrauch kann sich schnell ausbreiten und Fluchtwege unbenutzbar machen. Besonders während des Schlafens ist eine frühzeitige akustische Warnung wichtig. Rauchwarnmelder können auf die Gefahr aufmerksam machen und dadurch Zeit zur Selbstrettung verschaffen.
Das folgende Video von Ei Electronics veranschaulicht die Gefahr durch Brandrauch:
Rauchwarnmelder richtig anbringen

Viele Rauchwarnmelder lassen sich mit dem beiliegenden Montagematerial selbst befestigen. Entscheidend sind ein geeigneter Montageort und die richtige Anzahl an Geräten. Rauch muss die Öffnungen des Melders ungehindert erreichen können.
Welche Räume benötigen Rauchwarnmelder?
Die verpflichtende Ausstattung richtet sich nach der Landesbauordnung des jeweiligen Bundeslandes. Häufig sind Schlafräume, Kinderzimmer und Flure vorgeschrieben, die als Rettungsweg dienen. Je nach Bundesland gelten weitergehende Anforderungen.
In Berlin sind beispielsweise grundsätzlich Aufenthaltsräume außer Küchen sowie die entsprechenden Rettungswegflure auszustatten. Wohn- und Arbeitszimmer können deshalb ebenfalls Pflichtbereiche sein. Gästezimmer sollten berücksichtigt werden, wenn dort bestimmungsgemäß Personen schlafen.
Über die Mindestanforderungen hinaus können Rauchwarnmelder in weiteren geeigneten Räumen sinnvoll sein. Achten Sie etwa bei Kellerräumen auf die zulässige Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Staubbelastung.
Küche, Bad und besondere Umgebungsbedingungen
In Küchen können Kochdämpfe und in Badezimmern Wasserdampf Täuschungsalarme verursachen. Verwenden Sie Rauchwarnmelder dort nur entsprechend den Herstellerangaben und den Anforderungen an den jeweiligen Raum.
Einige Modelle, beispielsweise der Pyrexx PX-1, werden vom Hersteller unter bestimmten Voraussetzungen als küchentauglich bezeichnet. Das bedeutet jedoch nicht, dass bei jeder Montageposition und jeder Nutzung Täuschungsalarme ausgeschlossen sind.
Ein geeigneter Wärmewarnmelder kann in bestimmten Räumen eine ergänzende Lösung sein. Er ersetzt aber keinen vorgeschriebenen Rauchwarnmelder. Für stark staubige, feuchte oder gewerblich genutzte Bereiche ist eine gesonderte Auswahl erforderlich.
Die richtige Position im Raum
- Rauchwarnmelder werden im Regelfall an der Decke und möglichst in der Raummitte montiert.
- Üblicherweise ist ein Abstand von mindestens 50 Zentimetern zu Wänden und Hindernissen einzuhalten. Beachten Sie die konkreten Herstellerangaben.
- Vermeiden Sie Positionen, an denen starke Luftströmungen den Rauch vom Melder wegführen können.
- Für große Räume, Dachschrägen, Unterzüge, Galerien und lange Flure gelten besondere Planungsregeln. Ein einzelner Melder ist nicht automatisch ausreichend.
- Die häufig angegebene Überwachungsfläche von bis zu 60 m² gilt nur unter den zugehörigen baulichen und technischen Voraussetzungen.
Schrauben, Klebepads oder Magnetbefestigung?
Verwenden Sie ausschließlich die vom Hersteller vorgesehenen Befestigungsmöglichkeiten. Bei vielen Rauchwarnmeldern ist die Schraubmontage die Standardlösung. Eine schnelle Montage ohne Bohren ermöglichen geeignete Klebehalter oder Klebepads, die bei einigen Modellen bereits zum Lieferumfang gehören. Achten Sie darauf, dass die Klebebefestigung für den jeweiligen Rauchwarnmelder zugelassen und der Untergrund sauber, trocken und tragfähig ist.
Langzeitbatterien und Austausch des Rauchmelders
Viele Rauchwarnmelder besitzen eine fest eingebaute Langzeitbatterie für ungefähr zehn Jahre Betrieb. Dadurch entfällt der regelmäßige Batteriewechsel. Die tatsächlich angegebene Betriebsdauer und ihre Voraussetzungen unterscheiden sich jedoch je nach Modell.
Bei Geräten mit fest eingebauter Batterie wird nach deren Erschöpfung der vollständige Melder ersetzt. Eine zehnjährige Batterielaufzeit ist außerdem nicht mit einer zehnjährigen Herstellergarantie gleichzusetzen.
Die DIN 14676-1 sieht den Austausch nach Herstellerangaben, spätestens jedoch zehn Jahre und sechs Monate nach Inbetriebnahme vor. Frühere Austauschvorgaben, eine Batteriewarnung oder ein Defekt müssen entsprechend der Anleitung berücksichtigt werden.
Notieren Sie das Inbetriebnahmedatum und beachten Sie die Kennzeichnung auf dem Gerät sowie die Herstellerunterlagen. Eine Langzeitbatterie ersetzt die regelmäßige Kontrolle und Wartung nicht.
Welche Ursachen können Wohnungsbrände haben?
Brände können durch technische Defekte, menschliches Fehlverhalten oder den unsachgemäßen Umgang mit Wärmequellen entstehen. Typische Beispiele sind:
- Elektrische Defekte: beispielsweise an Haushaltsgeräten, Leitungen oder Steckverbindungen.
- Unbeaufsichtigtes Kochen: überhitztes Fett oder brennbare Gegenstände auf einer eingeschalteten Herdplatte.
- Offene Flammen und Glut: unbeaufsichtigte Kerzen, Zigaretten oder nicht vollständig erkaltete Asche.
- Akkuschäden und ungeeignetes Laden: beschädigte Lithium-Ionen-Akkus oder unpassende Ladegeräte.
- Wärmestau und Überhitzung: etwa durch abgedeckte Heizgeräte oder zu geringe Abstände zu brennbaren Materialien.
- Unsachgemäßer Umgang mit brennbaren Stoffen: beispielsweise mit Lösungsmitteln oder Feuerwerkskörpern.
Die Untersuchungen des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung zeigen insbesondere die Bedeutung elektrischer Ursachen und menschlichen Fehlverhaltens. Diese Auswertungen beziehen sich auf die vom Institut untersuchten Schäden und bilden nicht sämtliche Wohnungsbrände ab.
Rauchwarnmelder können einen entstehenden Brand nicht verhindern oder löschen. Sie dienen dazu, Personen vor Brandrauch zu warnen.
Rauchmelder kaufen – darauf sollten Sie achten
Rauchwarnmelder erhalten Sie im Fachhandel, in Baumärkten und bei Onlinehändlern wie Amazon. Vergleichen Sie neben dem Preis auch die genaue Modellbezeichnung, den Lieferumfang und die benötigten Funktionen.
- Modell und Ausführung: Ähnliche Produktnamen können unterschiedliche Funktionen bezeichnen.
- Lieferumfang: Bei Funkmodellen prüfen, ob Funkmodul oder Basisstation enthalten sind.
- Kompatibilität: Für eine Vernetzung müssen die Geräte ausdrücklich zusammenarbeiten können.
- Batterie und Nutzungsdauer: Herstellerangaben und Austauschvorgaben beachten.
- Gesamtkosten: Versandkosten, Zubehör und mögliche laufende Gebühren berücksichtigen.
Preise und Verfügbarkeit können sich ändern. Maßgeblich sind die Angaben im jeweiligen Händlerangebot zum Zeitpunkt des Kaufs.
Die Rauchmelderpflicht in Deutschland
In allen 16 Bundesländern bestehen Vorschriften zur Ausstattung von Wohnungen mit Rauchwarnmeldern. Die Nachrüstfristen für Bestandswohnungen sind inzwischen abgelaufen; zuletzt endete die entsprechende Frist in Sachsen am 31. Dezember 2023.
Welche Räume auszustatten sind und wer die Betriebsbereitschaft sicherstellen muss, richtet sich nach der jeweiligen Landesbauordnung. Die Anforderungen sollten daher für den konkreten Wohnort geprüft werden.
Wer ist für Einbau und Betriebsbereitschaft verantwortlich?
Für die vorgeschriebene Ausstattung sind grundsätzlich die Eigentümer beziehungsweise Vermieter verantwortlich. Sie können die Arbeiten selbst durchführen oder geeignete Dienstleister damit beauftragen.
Bei der Sicherstellung der Betriebsbereitschaft unterscheiden sich die Landesregelungen. Teilweise sind die unmittelbaren Besitzer beziehungsweise Bewohner zuständig, sofern die Eigentümer diese Aufgabe nicht übernehmen. In anderen Ländern verbleibt die bauordnungsrechtliche Verantwortung grundsätzlich bei den Eigentümern.
Zu unterscheiden sind die gesetzliche Verantwortung und die vertraglich vereinbarte Durchführung von Prüfungen und Wartungsarbeiten. Mietvertragliche Vereinbarungen und weitere Pflichten können daneben eine Rolle spielen. Eine Beauftragung oder Aufgabenübertragung beseitigt nicht automatisch jede Verantwortung des Eigentümers.
| Bundesland | Pflicht für Neubau seit | Pflicht für Bestandsbau ab | Verantwortlich Einbau | Verantwortlich für die Betriebsbereitschaft laut Landesbauordnung |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 2013 | 01.01.2015 | Eigentümer bzw. Vermieter | Bewohner/Mieter |
| Bayern | 2013 | 01.01.2018 | Eigentümer bzw. Vermieter | Bewohner/Mieter (Eigentümer kann übernehmen) |
| Berlin | 2017 | 01.01.2021 | Eigentümer bzw. Vermieter | Bewohner/Mieter (Eigentümer kann übernehmen) |
| Brandenburg | 2016 | 01.01.2021 | Eigentümer bzw. Vermieter | Eigentümer bzw. Vermieter |
| Bremen | 2010 | 01.01.2016 | Eigentümer bzw. Vermieter | Bewohner/Mieter (Eigentümer kann übernehmen) |
| Hamburg | 2006 | 01.01.2011 | Eigentümer bzw. Vermieter | Eigentümer bzw. Vermieter |
| Hessen | 2005 | 01.01.2015 | Eigentümer bzw. Vermieter | Bewohner/Mieter (Eigentümer kann übernehmen) |
| Mecklenburg-Vorpommern | 2006 | 01.01.2010 | Eigentümer bzw. Vermieter | Eigentümer bzw. Vermieter |
| Niedersachsen | 2012 | 01.01.2016 | Eigentümer bzw. Vermieter | Bewohner/Mieter (Eigentümer kann übernehmen) |
| Nordrhein-Westfalen | 2013 | 01.01.2017 | Eigentümer bzw. Vermieter | Bewohner/Mieter (Eigentümer kann übernehmen) |
| Rheinland-Pfalz | 2003 | 12.07.2012 | Eigentümer bzw. Vermieter | Eigentümer bzw. Vermieter |
| Saarland | 2004 | 01.01.2017 | Eigentümer bzw. Vermieter | Bewohner/Mieter (Eigentümer kann übernehmen) |
| Sachsen | 2016 | 01.01.2024 | Eigentümer bzw. Vermieter | Bewohner/Mieter (Eigentümer kann übernehmen) |
| Sachsen-Anhalt | 2009 | 01.01.2016 | Eigentümer bzw. Vermieter | Eigentümer bzw. Vermieter |
| Schleswig-Holstein | 2005 | 01.01.2011 | Eigentümer bzw. Vermieter | Eigentümer bzw. Vermieter |
| Thüringen | 2008 | 01.01.2019 | Eigentümer bzw. Vermieter | Eigentümer bzw. Vermieter |
Rauchmelderpflicht und Versicherungsschutz
Fehlende oder nicht ordnungsgemäß betriebene Rauchwarnmelder führen nicht automatisch zum Verlust des Versicherungsschutzes. Maßgeblich sind die Vertragsbedingungen und der jeweilige Einzelfall.
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erläutert, dass ein Zusammenhang zwischen dem fehlenden beziehungsweise unsachgemäß betriebenen Rauchmelder und dem versicherten Sachschaden in der Regel nicht hergestellt werden kann. Nach seinen Angaben haben fehlende Melder daher praktisch regelmäßig keine Auswirkungen auf die Entschädigung.
Die gesetzliche Ausstattungspflicht besteht unabhängig davon. Rauchwarnmelder dienen vor allem dem Schutz von Menschenleben.
Das Q-Label – ein zusätzliches Qualitätszeichen

Das Q-Label ist ein freiwilliges Qualitätszeichen für Rauchwarnmelder. Es steht für zusätzliche Anforderungen, die über die Mindestanforderungen der Produktnorm EN 14604 hinausgehen.
Welche Eigenschaften werden zusätzlich geprüft?
- Langlebigkeit: zuverlässiger Betrieb über einen langen Nutzungszeitraum.
- Schutz vor Täuschungsalarmen: erhöhte Anforderungen an die entsprechende technische Ausstattung.
- Widerstandsfähigkeit: erhöhte Anforderungen gegenüber äußeren Einflüssen.
Das Q-Label ist eine sinnvolle Orientierung bei der Auswahl. Es bedeutet jedoch nicht, dass ein Gerät niemals eine Störung oder einen Täuschungsalarm verursachen kann.
CE-Kennzeichnung und EN 14604
Achten Sie unabhängig vom Q-Label auf die vorgeschriebene CE-Kennzeichnung, die Angabe EN 14604, eine eindeutige Hersteller- und Modellkennzeichnung sowie nachvollziehbare Produktunterlagen. Die CE-Kennzeichnung ist kein zusätzliches Gütesiegel für besondere Qualität.
Q-Label bei smarten Rauchmeldern
Ob ein smarter Rauchwarnmelder das Q-Label trägt, hängt vom konkreten Modell und seiner Zertifizierung ab. Eine App- oder Funkfunktion allein sagt darüber nichts aus. Prüfen Sie die Warnfunktion, die vorgesehene Nutzungsdauer und die Zusatzfunktionen jeweils getrennt.
Rauchmelder regelmäßig prüfen und warten
Ein regelmäßiger Funktionstest und eine Kontrolle des Gerätezustands gehören zum sicheren Betrieb. Maßgeblich sind die Herstelleranleitung und die für das jeweilige Gerät vorgesehene Instandhaltung.
Funktionstest über die Prüftaste
Betätigen Sie die Testtaste so lange, wie in der Anleitung beschrieben. Je nach Modell beginnt der Testton leise oder wird erst nach einer bestimmten Tastendauer ausgelöst.
Bleibt der erwartete Testton aus, kontrollieren Sie zunächst die korrekte Aktivierung und den Sitz auf der Montageplatte. Bei Geräten mit austauschbarer Batterie prüfen Sie zusätzlich deren Zustand und Anschluss. Bleibt der Test erfolglos, muss das Gerät entsprechend den Herstellerangaben instand gesetzt oder ersetzt werden.
Die vorgesehenen Funktionstests gehören zum normalen Betrieb und sind bei der angegebenen Batterielaufzeit berücksichtigt.
Was gehört außerdem zur Kontrolle?
- Der Melder ist sicher befestigt und weist keine erkennbaren Beschädigungen auf.
- Die Raucheintrittsöffnungen sind frei und nicht mit Farbe, Staub oder Abdeckungen zugesetzt.
- Einrichtungsgegenstände oder bauliche Veränderungen behindern den Raucheintritt nicht.
- Der Standort passt weiterhin zur Nutzung des Raumes.
- Das vorgeschriebene Austauschdatum ist noch nicht erreicht.
- Bei Funkmeldern funktioniert zusätzlich die Alarmweiterleitung an die übrigen Geräte.
Bei den hier vorgestellten Geräten ist mindestens eine jährliche Kontrolle nach Herstelleranleitung vorgesehen. Zusätzliche Prüfungen können etwa nach der Montage, Änderungen am System oder längerer Abwesenheit erforderlich sein. Dokumentieren Sie die durchgeführten Kontrollen.
Prüfspray nur bei ausdrücklicher Herstellerfreigabe
Verwenden Sie Prüfspray ausschließlich dann, wenn der Hersteller es für das konkrete Modell ausdrücklich zulässt. Eine pauschale Empfehlung ist nicht sinnvoll: Hekatron untersagt beim Genius Plus beispielsweise die Prüfung mit Prüfgas.
Die Testtaste kann je nach Konstruktion auch elektronische Prüfungen der Melderfunktion auslösen. Sie dient daher nicht grundsätzlich nur dem Test der Sirene. Welche Funktionen geprüft werden, erläutert die jeweilige Herstelleranleitung.
Verwenden Sie für eigene Funktionstests keine offenen Flammen, brennenden Materialien oder Zigarettenrauch. Reinigen Sie den Melder ausschließlich nach Herstelleranleitung.





