Nest Protect 2
Archivprodukt: Google hat den Verkauf des Nest Protect inzwischen eingestellt. Bereits installierte Geräte werden derzeit weiterhin über die Nest App und die Google Home App unterstützt. Vereinzelt angebotene Geräte können aus älteren Lagerbeständen stammen. Beachten Sie deshalb, dass der Nest Protect 2 zehn Jahre nach seinem Herstellungsdatum vollständig ersetzt werden muss.
In diesem umfassenden Bericht sehen wir uns den Nest Protect 2 genauer an und beleuchten die wichtigsten Eigenschaften des intelligenten Rauch- und Kohlenmonoxidmelders. Der Nest Protect 2 ist kein gewöhnlicher Rauchmelder: Er verbindet die Rauch- und CO-Erkennung mit Sprachausgabe, App-Benachrichtigungen und verschiedenen Zusatzfunktionen.
Im Test nehmen wir die Ausstattung und den Lieferumfang unter die Lupe, beschäftigen uns mit den unterschiedlichen Meldezuständen und betrachten Funktionen wie das Nachtlicht, den Nachtwächter und die Dampferkennung. Besonders interessant ist die Sprachausgabe, die den betroffenen Raum und die Art der erkannten Gefahr nennt.
Darüber hinaus zeigen wir, wie die Einrichtung funktioniert und welche Möglichkeiten zur Einbindung in ein Smart-Home-System bestehen. Der Nest Protect 2 war zweifellos eine interessante Investition in die Sicherheit des eigenen Zuhauses. Google hat den Verkauf mittlerweile jedoch eingestellt. Der folgende Testbericht dokumentiert deshalb unsere Erfahrungen mit dem inzwischen als Archivprodukt geführten Rauch- und CO-Melder.
Ausstattung und Lieferumfang

Der Nest Protect 2 wurde sowohl einzeln als auch im günstigeren Dreierpack angeboten. Google hat den Verkauf mittlerweile eingestellt, weshalb das Gerät bei uns als Archivprodukt geführt wird. Vereinzelt können noch ältere Lagerbestände oder gebrauchte Geräte erhältlich sein.
Zum Lieferumfang gehören der Nest Protect 2 und eine Montageplatte, die mit vier beiliegenden Schrauben an der Decke befestigt wird. Ein Nutzerhandbuch in deutscher Sprache liegt ebenfalls bei. Bei der Batterieausführung sind die sechs benötigten AA-Langzeitbatterien bereits im Lieferumfang enthalten.
Auf der Vorderseite des Rauchmelders befindet sich eine große Taste, die von einem farbigen Lichtring umgeben ist. Über diese Taste lässt sich die Erstkonfiguration starten. Später wird sie unter anderem für manuelle Funktionstests und zur Bedienung des Melders verwendet.
Das Gerät vereint einen Rauchmelder und einen Kohlenmonoxidmelder. Allein diese Kombination macht den Nest Protect 2 zu einer Besonderheit. Der Melder erkennt zudem unterschiedliche Gefahrenstufen.
Stellt der Nest Protect 2 kleinere Mengen Rauch oder einen ansteigenden Kohlenmonoxidgehalt fest, leuchtet der Lichtring gelb. Gleichzeitig warnt das Gerät per Sprachausgabe und sendet bei bestehender Internetverbindung eine Push-Benachrichtigung an das Smartphone oder Tablet.
Erst wenn die Rauch- oder Kohlenmonoxidkonzentration ein kritisches Niveau erreicht, löst der Nest Protect den vollständigen Alarm aus. Der Lichtring blinkt rot und die Sprachausgabe nennt die Art der Gefahr und den betroffenen Raum. Dadurch lässt sich schneller erkennen, wo der Notfall vorliegt.
Sinnvolle Zusatzfunktionen

Der Nest Protect 2 ist nicht nur Rauch- und CO-Melder, sondern bietet verschiedene interessante Zusatzfunktionen.
Nachtlicht:
Über den eingebauten Anwesenheits- und Umgebungslichtsensor kann für jeden Nest Protect 2 ein Nachtlicht aktiviert oder deaktiviert werden. Bei Dunkelheit leuchtet der Lichtring für einen kurzen Moment auf und spendet Licht, wenn eine Person am Gerät vorbeigeht. Dieses Feature kann bei der Batterieausführung die Batterielaufzeit verkürzen und sollte daher nur mit Bedacht eingesetzt werden.
Nachtwächter:
Der Nachtwächter ist ein sinnvolles Feature für Schlafräume. Sobald das Licht ausgeschaltet wird, leuchtet der Nest Protect kurz auf. Im Idealfall zeigt der Lichtring grünes Licht und signalisiert, dass Sensoren, Batterien und Verbindung ordnungsgemäß funktionieren. Sollte ein Problem vorliegen, weist der Nest Protect mit einem gelben Lichtring darauf hin.
Dampferkennung:
Grundsätzlich wird davon abgeraten, Rauchmelder in Badezimmern oder unmittelbar über einer Kochstelle zu montieren. Wasserdampf und Kochdünste können Fehlalarme verursachen. Die Dampferkennung des Nest Protect hilft dabei, die Anzahl dampfbedingter Fehlalarme zu reduzieren.
Die beste Möglichkeit zur Vermeidung solcher Fehlalarme bleibt jedoch ein ausreichender Abstand zu Dampfquellen. Nach unseren Erfahrungen kann das Gerät in einer Küche eingesetzt werden, sofern es nicht direkt über dem Herd oder in unmittelbarer Nähe stark dampfender Geräte montiert wird.
Vorwarnung:
Der Nest Protect kann bereits kleinere Mengen Rauch oder Kohlenmonoxid erkennen. Bevor die Konzentration eine kritische Schwelle erreicht, gibt das Gerät eine Vorwarnung aus. Diese Funktion hatten wir bei allen verwendeten Geräten aktiviert.
Durch die Sprachausgabe auch für Kinder geeignet

Untersuchungen haben gezeigt, dass Kinder im Schlaf auf herkömmliche Rauchmelder-Warntöne teilweise schlechter reagieren als Erwachsene. Während der schrille Alarmton für Erwachsene kaum zu überhören ist, kann er von schlafenden Kindern deutlich später wahrgenommen werden.
Als Ursache wird unter anderem die Frequenz klassischer Rauchmelder-Alarme genannt. Kinder reagieren häufig besser auf Stimmen. Eine zusätzliche Sprachansage kann deshalb helfen, die Aufmerksamkeit zu erhöhen und gleichzeitig verständliche Anweisungen zu geben.
Der Nest Protect 2 alarmiert zusätzlich per Sprache und nennt die Art und den Ort der erkannten Gefahr. Auch Erwachsene wissen dadurch sofort, in welchem Raum ein Problem aufgetreten ist. Die Stimme aus dem integrierten Lautsprecher wirkt klar und war in unserem Test auch aus größerer Entfernung gut zu hören.
Erstkonfiguration und technische Voraussetzungen
Damit die Einrichtung problemlos funktioniert, sind bestimmte technische Voraussetzungen notwendig. Für die erste Einrichtung wird die Nest App aus dem Apple App Store beziehungsweise dem Google Play Store benötigt. Außerdem sind ein Smartphone oder Tablet, Bluetooth, eine WLAN-Verbindung und ein Benutzerkonto erforderlich.
Nachdem die App gestartet wurde, führt sie Schritt für Schritt durch die Einrichtung und die Verbindung mit dem heimischen Netzwerk. Der Netzwerkname und das WLAN-Passwort sollten daher bekannt sein.
Unsere ursprüngliche Einrichtung erfolgte mit einer Fritz!Box 7390. Die App führte vollständig durch das Setup, das sehr gut erklärt und einfach gestaltet war. Wichtig ist, die Benachrichtigungen der App zu erlauben. Andernfalls können Warnungen und Alarmmeldungen nicht auf dem Smartphone angezeigt werden.
In wenigen Minuten war der erste Melder konfiguriert und einsatzfähig. Weitere Nest-Protect-Melder konnten direkt im Anschluss hinzugefügt werden. Auch dies dauerte jeweils nur wenige Minuten.
Anschließend mussten die Geräte nur noch montiert und ein vollständiger Funktionstest durchgeführt werden. Die Montage nahm dabei mehr Zeit in Anspruch als die eigentliche Einrichtung.
Mittlerweile kann der Nest Protect 2 zusätzlich in der Google Home App angezeigt und verwaltet werden. Die Ersteinrichtung und das erneute Einrichten nach einem Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen müssen jedoch weiterhin mit der Nest App durchgeführt werden.
Vernetzung mehrerer Nest-Protect-Melder
Mehrere Nest-Protect-Melder können drahtlos miteinander kommunizieren. Erkennt ein Melder Rauch oder Kohlenmonoxid, alarmieren auch die übrigen vernetzten Geräte und nennen den betroffenen Raum.
Diese Verbindung zwischen den Meldern funktioniert auch dann, wenn das WLAN oder die Internetverbindung ausfällt. Für Push-Benachrichtigungen auf dem Smartphone ist dagegen eine funktionierende Internetverbindung erforderlich.
Smart-Home-Integration möglich
Nest Labs wurde im Jahr 2014 von Google übernommen. Der Nest Protect ließ sich ursprünglich mit verschiedenen Smart-Home-Produkten und Diensten kombinieren. Über frühere Dienste wie IFTTT konnten beispielsweise Philips-Hue-Leuchten bei einer Rauch- oder Kohlenmonoxidwarnung aktiviert werden.
Die frühere Plattform „Works with Nest“ wurde mittlerweile eingestellt. Entsprechende ältere Verknüpfungen stehen daher nicht mehr in ihrer ursprünglichen Form zur Verfügung. Seit 2023 haben wir das Gerät selbst in unsere Smart-Home-Zentrale Home Assistant integriert.
Der Nest Protect 2 ist inzwischen auch in der Google Home App verfügbar. Dort lassen sich der Gerätestatus, Benachrichtigungen, Alarme sowie zahlreiche Einstellungen kontrollieren. Einige Funktionen bleiben jedoch weiterhin ausschließlich in der Nest App verfügbar.
Da Google den Verkauf des Nest Protect beendet hat und sich Cloud-Dienste sowie Schnittstellen verändern können, sollte die aktuelle Kompatibilität mit anderen Smart-Home-Systemen vor einer geplanten Integration geprüft werden.
Technische Daten des Nest Protect 2
| Produktstatus | Archivprodukt – nicht mehr regulär erhältlich |
|---|---|
| Gerätetyp | Vernetzter Rauch- und Kohlenmonoxidmelder |
| Raucherkennung | Foto-optischer Brandspektrumssensor |
| CO-Erkennung | Elektrochemischer Kohlenmonoxidsensor |
| Weitere Sensoren | Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Anwesenheit, Umgebungslicht und Bewegung |
| Stromversorgung | 6 AA-Lithiumbatterien vom Typ L91 bei der Batterieversion |
| Batteriewechsel möglich | Ja |
| Alarmlautstärke | Mindestens 85 dB; im eigenen Test wurden 94,1 dB gemessen |
| Alarmierung | Sirene, farbiger Lichtring, Sprachansagen und App-Benachrichtigungen |
| Vernetzung | WLAN, Bluetooth und Funkvernetzung mit weiteren Nest-Protect-Meldern |
| App-Unterstützung | Nest App und Google Home App |
| Abmessungen | Ca. 134 × 134 × 39,5 mm |
| Gewicht | Ca. 379 g bei der Batterieversion |
| Sensorlebensdauer | 10 Jahre ab Herstellungsdatum |
| Normen | EN 14604 und EN 50291-1 |
| Testfunktion | Ja, einschließlich automatischer Selbsttests |
| Stummschaltung | Ja, abhängig von der Meldung über Gerät oder App |
| Nachtlicht | Ja, integriertes bewegungsabhängiges Weglicht |
| Dampferkennung | Ja, zur Verringerung von Fehlalarmen |
| Schlafzimmertauglich | Ja, der Lichtring lässt sich nachts deaktivieren |
| Q-Qualitätszeichen | Nein |
| VdS-Zertifizierung | Nein |
Lebensdauer und Austauschdatum
Der Nest Protect 2 besitzt eine begrenzte Sensorlebensdauer. Das Gerät muss zehn Jahre nach seinem Herstellungsdatum vollständig ersetzt werden. Entscheidend ist nicht das Kauf- oder Installationsdatum, sondern das auf dem Gerät hinterlegte Austauschdatum.
Das Austauschdatum kann in der Nest App oder in den technischen Geräteinformationen der Google Home App unter „Ersetzen bis“ kontrolliert werden. Einige Monate vor dem Ablauf weist der Nest Protect durch App-Benachrichtigungen, gelbes Licht und Sprachausgabe auf den anstehenden Austausch hin.
Nach Ablauf der Sensorlebensdauer darf das Gerät nicht weiter als Rauch- und CO-Melder verwendet werden. Bei möglichen Restbeständen sollte das Herstellungs- und Austauschdatum deshalb unbedingt vor dem Kauf geprüft werden.
Fazit
Der Nest Protect 2 ist ein wahrer Alleskönner mit Smart-Home-Integration, die ohne aufwendige Konfiguration eingerichtet werden kann. Das Gerät bietet sinnvolle Zusatzfunktionen und eignet sich durch die Sprachausgabe besonders auch für Haushalte mit Kindern.
Der Preis für dieses Modell war hoch, verglichen mit den gebotenen Funktionen aber gerechtfertigt. Besonders die Kombination aus Rauch- und Kohlenmonoxiderkennung, verständlicher Sprachansage, Raumzuordnung, Vorwarnung und App-Benachrichtigungen überzeugte in unserem Test.
Google hat den Verkauf des Nest Protect inzwischen eingestellt. Bereits installierte Geräte werden derzeit weiterhin über die Nest App und die Google Home App unterstützt und können bis zum individuellen Austauschdatum verwendet werden.
Unsere Einschätzung: Als bereits installiertes Gerät ist der Nest Protect 2 weiterhin ein sehr guter Rauch- und Kohlenmonoxidmelder. Als Neuanschaffung können wir ihn aufgrund des eingestellten Verkaufs und möglicherweise bereits gealterter Lagerbestände nicht mehr uneingeschränkt empfehlen. Der Nest Protect 2 wird deshalb bei uns als Archivprodukt geführt. Aktuelle verfügbare Modelle finden Sie in unserem Rauchmelder Test.
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