Wasserlöscher und Wassernebellöscher

Wasserlöscher verwenden Wasser oder ein Gemisch aus Wasser und Zusätzen als Löschmittel. Ihre Hauptlöschwirkung beruht auf der Kühlung: Das Wasser nimmt Wärmeenergie auf und senkt die Temperatur des brennenden Stoffes unter die für die Verbrennung notwendige Grenze. Klassische Wasserlöscher sind vor allem für Brände fester, glutbildender Stoffe der Brandklasse A vorgesehen. Dazu gehören beispielsweise Holz, Papier und Textilien. Wassernebellöscher verteilen das Löschmittel in deutlich feineren Tropfen. Dadurch vergrößert sich die wirksame Oberfläche des Wassers, sodass Wärme besonders schnell aufgenommen werden kann.

Vorteile von Wasserlöschern

  • Gute Kühlwirkung bei Bränden der Brandklasse A
  • Vergleichsweise geringe Verschmutzung durch das Löschmittel
  • Keine Verteilung von feinem Löschpulver im gesamten Raum
  • Der Löschmittelstrahl lässt sich meist gut kontrollieren
  • Wasser als Grundlöschmittel ist vergleichsweise preiswert

Vorteile von Wassernebellöschern

  • Feine Tropfen vergrößern die wirksame Wasseroberfläche
  • Die vorhandene Wassermenge kann besonders effizient zur Kühlung genutzt werden
  • Die verwendete Wassermenge und damit mögliche Wasserschäden können geringer ausfallen
  • Einige Modelle besitzen zusätzliche Zulassungen für die Brandklasse F

Nachteile und Einschränkungen

  • Klassische Wasserlöscher sind üblicherweise nur für die Brandklasse A zugelassen.
  • Viele Modelle sind nicht frostsicher und benötigen einen frostfreien Aufstellort.
  • Wasser kann empfindliche Möbel, Dokumente und elektrische Geräte beschädigen.
  • Für Flüssigkeits-, Gas-, Metall- und Fettbrände darf ein Wasserlöscher nur verwendet werden, wenn das konkrete Gerät ausdrücklich dafür zugelassen ist.
  • Bei elektrischen Anlagen müssen die Kennzeichnung auf dem Feuerlöscher und der vorgeschriebene Mindestabstand beachtet werden.

Empfehlenswerte Wasserlöscher und Wassernebellöscher

In der folgenden Tabelle finden Sie ausgewählte Wasser- und Wassernebellöscher. Achten Sie besonders auf die ausgewiesenen Brandklassen, die Löschleistung und den zulässigen Temperaturbereich des jeweiligen Modells.

ModellAndris WassernebellöscherGWM-6XNeuruppin W6DSNeuruppin W6 WNA FLN
BildAndris WassernebellöscherGWM-6XNeuruppin W6DSNeuruppin W6 WNA FLN
Löschinhalt6 Liter6 Liter6 Liter6 Liter
Art des FeuerlöschersWassernebellöscherWassernebellöscherWasserlöscherWassernebellöscher
BauweiseDauerdrucklöscherDauerdrucklöscherDauerdrucklöscherAufladelöscher
Löschleistung13A, 25F13A, 25F43A13A, 40F
Löscheinheiten4 LE Brandklasse A
4 LE Brandklasse A
12 LE Brandklasse A4 LE Brandklasse A
EinsatzbereichHaus / Wohnung /KellerHaus / Wohnung /KellerHaus / Wohnung /KellerHaus / Wohnung /Keller
BrandklassenA, FA, FAA, F
Temperaturbereich+5 °C bis +60 °C+5 °C bis +60 °C+0 °C bis +60 °C+5 °C bis +60 °C
Gewichtca. 9,9 kgca. 9,9 kgca. 10,1 kgca. 11 kg
PreisCa. 39,98€ inkl. MwSt.
Ca. 47,99€ inkl. MwSt.
Ca. 99,99€ inkl. MwSt.
Ca. 189,99€ inkl. MwSt.
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Für welche Brände eignet sich ein Wasserlöscher?

Ein klassischer Wasserlöscher eignet sich hauptsächlich für die Brandklasse A. Dazu zählen Brände fester Stoffe, die normalerweise unter Glutbildung verbrennen, beispielsweise:

  • Holz
  • Papier und Karton
  • Textilien
  • Stroh
  • bestimmte feste Kunststoffe

Damit kommen Wasserlöscher unter anderem für Wohnräume, Büros, Verkaufsräume, Archive und Lagerbereiche mit überwiegend festen brennbaren Stoffen infrage. Entscheidend ist immer, dass die vorhandenen Brandgefahren zur Kennzeichnung auf dem Feuerlöscher passen.

Wofür darf ein gewöhnlicher Wasserlöscher nicht verwendet werden?

Ein nicht entsprechend zugelassener Wasserlöscher darf niemals bei einem Speiseöl- oder Speisefettbrand eingesetzt werden. Das Wasser kann schlagartig verdampfen und brennendes Fett aus dem Gefäß schleudern. Dadurch kann eine lebensgefährliche Fettexplosion entstehen.

Der Wassernebellöscher

Ein Wassernebellöscher gibt das Löschmittel in besonders feinen Tropfen ab. Im Vergleich zum gebündelten Strahl eines klassischen Wasserlöschers entsteht dadurch eine wesentlich größere Wasseroberfläche. Die feinen Tropfen nehmen schnell Wärme auf und können teilweise verdampfen. Der entstehende Wasserdampf kann die Sauerstoffkonzentration unmittelbar am Brandherd zusätzlich verringern.

Die genaue Tropfengröße und Arbeitsweise unterscheiden sich je nach Hersteller und Gerät. Eine bestimmte Tropfengröße lässt sich deshalb nicht pauschal für alle Wassernebellöscher angeben.

Wassernebellöscher werden häufig für Brände der Brandklasse A angeboten. Einige Modelle sind zusätzlich für weitere Brandklassen geprüft. Diese Eignung ergibt sich jedoch nicht allein aus der Wassernebeltechnik, sondern ausschließlich aus der Zulassung und Kennzeichnung des konkreten Feuerlöschers.

Sind Wassernebellöscher für Fettbrände geeignet?

Auf den ersten Blick wirkt es widersprüchlich: Wasser darf niemals auf brennendes Speiseöl oder Speisefett gegossen werden, trotzdem sind einzelne Wassernebellöscher für Fettbrände zugelassen. Der Unterschied liegt in der kontrollierten Ausbringung. Gewöhnliches Wasser verdampft im heißen Fett schlagartig, vergrößert dabei sein Volumen und kann das brennende Fett als gefährliche Stichflamme aus dem Behälter schleudern.

Ein dafür entwickelter Wassernebellöscher gibt das Löschmittel dagegen in sehr feinen und genau bemessenen Tröpfchen ab. Diese kühlen die brennende Oberfläche, ohne das Löschmittel wie einen Wasserstrahl in das Fett einzubringen. Für einen Fettbrand darf deshalb ausschließlich ein Wassernebellöscher verwendet werden, auf dem ausdrücklich die Brandklasse F angegeben ist. Ein gewöhnlicher Wasserlöscher, ein Gartenschlauch oder ein Wassernebellöscher ohne F-Kennzeichnung ist dafür nicht geeignet.

Einsatz an elektrischen Anlagen

Brände elektrischer Anlagen bilden keine eigene Brandklasse. Ob ein Wasser- oder Wassernebellöscher an elektrischen Geräten eingesetzt werden darf, erkennen Sie an der Kennzeichnung auf dem Feuerlöscher. Geeignete Modelle tragen beispielsweise einen Hinweis zur Verwendung an elektrischen Anlagen bis zu einer bestimmten Spannung und zum erforderlichen Mindestabstand.
Häufig wird bei entsprechend geprüften Feuerlöschern eine Anwendung bis 1.000 Volt bei einem Mindestabstand von einem Meter angegeben.

Löschmittelschäden und Umweltaspekte

Wasser verursacht normalerweise weniger Verschmutzungen als Löschpulver. Trotzdem ist ein Einsatz nicht vollkommen frei von Folgeschäden. Wasser kann beispielsweise in Möbel, Bodenbeläge, Dokumente und elektrische Geräte eindringen.

Außerdem enthalten manche Wasserlöscher Zusätze, etwa zur Verbesserung der Benetzung, zum Korrosionsschutz oder als Frostschutzmittel. Deshalb lässt sich nicht pauschal behaupten, dass jeder Wasserlöscher ausschließlich reines Wasser enthält oder keinerlei Auswirkungen auf die Umwelt hat.

Frostschutz und Aufstellort

Viele Wasserlöscher sind nur für Temperaturen oberhalb des Gefrierpunktes geeignet. Sie sollten daher an einem frostfreien und gut erreichbaren Ort aufgestellt werden. Für unbeheizte Garagen, Gartenhäuser, Fahrzeuge oder Außenbereiche benötigen Sie ein Modell, dessen ausgewiesener Temperaturbereich die dort möglichen Minusgrade abdeckt.

Ein zugesetztes Frostschutzmittel macht einen Feuerlöscher nicht automatisch für weitere Brandklassen geeignet. Auch hier sind die Herstellerangaben und die Kennzeichnung auf dem Gerät entscheidend.

Worauf sollten Sie beim Kauf achten?

  • Brandklassen: Die Kennzeichnung muss zu den vorhandenen Brandgefahren passen.
  • Löschleistung: Vergleichen Sie das angegebene Löschvermögen, beispielsweise 13A oder 21A.
  • Temperaturbereich: Für frostgefährdete Aufstellorte benötigen Sie ein ausdrücklich geeignetes Modell.
  • Elektrische Anlagen: Beachten Sie die zugelassene Spannung und den vorgeschriebenen Mindestabstand.
  • Bauart: Wasserlöscher sind als Dauerdruck- und Aufladelöscher erhältlich.
  • Wartung: Berücksichtigen Sie neben dem Kaufpreis auch die späteren Instandhaltungskosten.

Aktuelle Modelle und weitere Informationen zur Auswahl finden Sie in unserem Feuerlöscher-Vergleich.

Fazit zum Wasser- und Wassernebellöscher

Ein Wasserlöscher ist eine gute Wahl, wenn hauptsächlich Brände fester, glutbildender Stoffe der Brandklasse A zu erwarten sind. Er besitzt eine gute Kühlwirkung und verursacht normalerweise deutlich weniger Verschmutzungen als ein Pulverlöscher. Mit einem Wassernebellöscher können Sie teils sogar Fettbrände löschen. Das Löschmittel ist günstig und somit stellen Wasserlöscher durchaus auch eine gute Alternative zu klassischen Schaumlöschern dar.

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