Autofeuerlöscher
Ein Feuerlöscher im Auto ist keine Pflicht, aber sinnvoll

Für gewöhnliche, privat genutzte Pkw besteht in Deutschland keine allgemeine gesetzliche Pflicht, einen Feuerlöscher mitzuführen. Trotzdem kann ein kompakter Autofeuerlöscher eine sinnvolle Ergänzung zu Verbandkasten, Warndreieck und Warnweste sein. Entscheidend ist, dass das Gerät zum Fahrzeug passt, sicher befestigt wird und im Ernstfall schnell erreichbar ist.
Mit einem Autofeuerlöscher lassen sich vor allem kleine Entstehungsbrände bekämpfen. Dazu gehören beispielsweise ein gerade beginnender Brand im Motorraum, brennende Verkleidungsteile oder ein kleiner Brand außerhalb des Fahrzeugs. Hat sich das Feuer bereits ausgebreitet oder ist eine Antriebsbatterie betroffen, reichen kompakte Autofeuerlöscher in der Regel nicht aus.
- In privaten Pkw besteht in Deutschland keine allgemeine Mitführpflicht.
- Ein 2-kg-ABC-Pulverlöscher bietet eine deutlich höhere Löschleistung als sehr kleine Geräte.
- Der Feuerlöscher muss sicher befestigt und schnell erreichbar sein.
- Der zugelassene Temperaturbereich muss zur Lagerung im Fahrzeug passen.
- Ein Löschversuch darf nur bei einem kleinen Entstehungsbrand und ohne Eigengefährdung erfolgen.
Autofeuerlöscher im Vergleich
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl kompakter Feuerlöscher, die sich aufgrund ihrer Größe, Löschleistung und Temperaturbeständigkeit für die Mitnahme im Fahrzeug eignen können:
| Modell | Smartwares Pulverlöscher | Gloria P2 GM |
|---|---|---|
| Bild | ![]() | ![]() |
| Löschinhalt | 2 kg | 2 kg |
| Art des Löschers | Pulverlöscher | Pulverlöscher |
| Bauweise | Dauerdrucklöscher | Dauerdrucklöscher |
| Löschleistung | 13A, 70B, C | 13A, 89B, C |
| Besonderheiten | inklusive KFZ-Halterung | inklusive KFZ-Halterung |
| Brandklassen | A, B, C | A, B, C |
| Funktionsbereich | -30° bis +60°C | -30° bis +60°C |
| Frostsicher | ja | ja |
| Gewicht | 3,8 kg | 3,68 kg |
| Preis | Ca. 29,99€ inkl. MwSt. | Ca. 39,70€ inkl. MwSt. |
| Details | Zum Produktbericht | Zum Produktbericht |
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Achten Sie beim Vergleich nicht nur auf den Preis und die Füllmenge. Für die tatsächliche Leistungsfähigkeit sind insbesondere die aufgedruckten Brandklassen, das Löschvermögen, der zugelassene Temperaturbereich und die mitgelieferte Fahrzeughalterung entscheidend.
Ist ein Feuerlöscher im Auto vorgeschrieben?
Für einen gewöhnlichen privaten Pkw gehört der Feuerlöscher in Deutschland nicht zur gesetzlich vorgeschriebenen Fahrzeugausrüstung. Eine allgemeine Pflicht besteht daher weder für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor noch für Elektro- oder Hybridfahrzeuge.
Andere Vorgaben gelten für bestimmte Fahrzeugarten und Nutzungen. Nach § 35g StVZO müssen Kraftomnibusse mindestens einen betriebsfertigen Feuerlöscher mit einer Füllmasse von 6 kg mitführen. Bei Doppeldeckfahrzeugen sind zwei entsprechende Feuerlöscher vorgeschrieben. Diese Geräte müssen mindestens für die Brandklassen A, B und C zugelassen sein und innerhalb von zwölf Monaten auf ihre Gebrauchsfähigkeit geprüft werden.
Zusätzliche Anforderungen können sich unter anderem ergeben bei:
- Gefahrguttransporten,
- gewerblich eingesetzten Fahrzeugen,
- bestimmten Bussen und Fahrzeugen zur Personenbeförderung,
- Arbeitsmaschinen und Baustellenfahrzeugen,
- Camping- und Reisefahrzeugen aufgrund einzelner Nutzungs- oder Stellplatzvorgaben sowie
- Fahrzeugen, für die ein Versicherer oder Auftraggeber besondere Anforderungen stellt.
Bei einem gewerblich genutzten Fahrzeug kann die Bereitstellung eines Feuerlöschers außerdem aus der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung folgen.
Welche Regeln gelten bei Fahrten ins Ausland?
In einigen europäischen Ländern gehört ein Feuerlöscher zur vorgeschriebenen Fahrzeugausrüstung. Die Regelungen sind jedoch nicht einheitlich. Teilweise gelten sie für alle Fahrzeuge, teilweise nur für Fahrzeuge, die im jeweiligen Land zugelassen sind. Für Mietwagen, Wohnmobile, gewerbliche Fahrzeuge oder Gefahrguttransporte können zusätzliche Vorgaben bestehen.
Eine feste Länderliste kann schnell veralten und berücksichtigt häufig nicht, ob eine Regelung auch für ausländische Fahrzeuge gilt. Prüfen Sie daher unmittelbar vor Reisebeginn die aktuellen Bestimmungen für alle Ziel- und Transitländer. Eine erste Übersicht bietet das Portal „Road Rules and Safety“ der Europäischen Kommission. Ergänzend können Sie sich bei einem Automobilclub, einer Auslandsvertretung oder dem Vermieter des Fahrzeugs informieren.
Wer regelmäßig ins Ausland fährt, kann unabhängig von der jeweiligen Pflicht einen geeigneten Autofeuerlöscher mitführen. Voraussetzung ist immer eine sichere Befestigung.
Welche Größe sollte ein Autofeuerlöscher haben?
Sehr kompakte Feuerlöscher mit 1 kg Löschmittel benötigen wenig Platz. Ihre Löschdauer und Löschleistung sind jedoch begrenzt. Bereits nach wenigen Sekunden kann das Löschmittel aufgebraucht sein. Dadurch bleibt nur wenig Zeit, um den Löschstrahl richtig anzusetzen und einen Brand vollständig zu löschen.
Wenn im Fahrzeug ausreichend Platz für eine sichere Befestigung vorhanden ist, empfehlen wir deshalb in der Regel einen Feuerlöscher mit 2 kg Löschmittel. Ein 2-kg-Löscher bietet mehr Löschmittel, gewöhnlich ein höheres Löschvermögen und etwas mehr Zeit für die Brandbekämpfung. Gleichzeitig ist er noch kompakt genug, um in vielen Pkw untergebracht zu werden.
Größere Fahrzeuge, Wohnmobile oder Fahrzeuge mit besonderen Brandgefahren können ein größeres Gerät oder mehrere Feuerlöscher erfordern. Hier sollte die Auswahl anhand der tatsächlichen Gefährdung erfolgen.
Welches Löschmittel eignet sich für das Auto?
Für einen Autofeuerlöscher kommen hauptsächlich Pulver- und bestimmte Schaumlöscher infrage. Beide Varianten haben unterschiedliche Vor- und Nachteile.
ABC-Pulverlöscher
Ein ABC-Pulverlöscher kann Brände der folgenden Brandklassen bekämpfen:
- Brandklasse A: feste, glutbildende Stoffe wie Polster, Kunststoffe oder Gepäck,
- Brandklasse B: flüssige oder flüssig werdende Stoffe wie Kraftstoff und
- Brandklasse C: brennbare Gase.
Pulverlöscher bieten eine hohe Löschleistung und sind häufig für Temperaturen deutlich unter 0 °C zugelassen. Damit eignen sie sich grundsätzlich gut für die ganzjährige Lagerung im Fahrzeug.
Der Nachteil besteht in den erheblichen Löschmittelrückständen. Das feine Pulver verteilt sich in kleinsten Zwischenräumen und kann elektrische Kontakte, Steuergeräte, Lüftungssysteme und mechanische Bauteile verschmutzen. Bei einem tatsächlichen Brand ist dieser mögliche Folgeschaden allerdings nachrangig, wenn durch den Einsatz eine weitere Brandausbreitung verhindert werden kann.
Frostbeständige Schaumlöscher
Ein Schaumlöscher verursacht im Vergleich zu Löschpulver meist geringere Verschmutzungen. Ein herkömmlicher Schaumlöscher ist jedoch nicht automatisch für die Lagerung im Auto geeignet. Viele Geräte dürfen nicht bei starkem Frost aufbewahrt oder eingesetzt werden.
Wer einen Schaumlöscher für das Fahrzeug verwenden möchte, sollte deshalb ausdrücklich auf einen ausreichend niedrigen zugelassenen Temperaturbereich achten. Außerdem muss das Gerät für die im Fahrzeug vorhandenen Brandgefahren und mindestens für die benötigten Brandklassen A und B geeignet sein. Moderne Geräte sollten nach Möglichkeit ein fluorfreies Löschmittel enthalten.
Feuerlöschsprays
Feuerlöschsprays sind kompakt und einfach zu verstauen. Sie besitzen jedoch meist eine geringere Löschleistung als ein tragbarer Feuerlöscher nach DIN EN 3. Nicht jedes Spray ist für die hohen und niedrigen Temperaturen geeignet, die in einem Fahrzeug auftreten können.
Ein Feuerlöschspray kann daher eine Ergänzung sein, ersetzt aber nicht grundsätzlich einen leistungsfähigeren 2-kg-Feuerlöscher.
Warum ein CO₂-Feuerlöscher im Auto wenig geeignet ist
CO₂-Feuerlöscher arbeiten rückstandsfrei und eignen sich insbesondere für bestimmte Brände elektrischer Anlagen. Als universeller Autofeuerlöscher sind sie trotzdem wenig geeignet.
Kohlendioxid wird im Freien durch Wind schnell verteilt. Im Motorraum kann das Löschgas durch zahlreiche Öffnungen entweichen. Außerdem besitzt CO₂ nur eine geringe Kühlwirkung. Erhitzte Bauteile und feste Stoffe können sich deshalb nach dem Löschen erneut entzünden.
Hinzu kommt, dass Kohlendioxidlöscher nicht für Brände fester, glutbildender Stoffe der Brandklasse A zugelassen sind. Für ein Fahrzeug, in dem neben Kraftstoffen auch Polster, Kunststoffe und Gepäck brennen können, ist ein geeignetes ABC-Pulver oder ein entsprechend zugelassener Schaumlöscher vielseitiger.
Worauf sollte man beim Kauf achten?
Ein geeigneter Autofeuerlöscher sollte folgende Eigenschaften besitzen:
- Zulassung nach DIN EN 3,
- geeignete Brandklassen, in der Regel mindestens A und B,
- ausreichendes Löschvermögen,
- für das Fahrzeug geeigneter Temperaturbereich,
- deutsche und gut lesbare Bedienungsanleitung auf dem Gerät,
- Sicherung gegen versehentliches Auslösen,
- stabile, zum Gerät passende Halterung und
- Möglichkeit zur fachgerechten Instandhaltung.
Die Füllmenge allein sagt wenig über die Löschleistung aus. Vergleichen Sie daher auch das auf dem Behälter angegebene Löschvermögen, beispielsweise in der Form „13A 89B C“. Die Zahlen bezeichnen die Größe der unter genormten Prüfbedingungen erfolgreich gelöschten Prüfobjekte.
Autofeuerlöscher sicher befestigen
Ein Feuerlöscher darf niemals ungesichert im Fahrzeuginnenraum oder im Kofferraum liegen. Bei einer Vollbremsung oder einem Unfall kann bereits ein kleiner Löscher zu einem gefährlichen Geschoss werden.
Der Montageort sollte drei Voraussetzungen erfüllen:
- Der Feuerlöscher ist schnell erreichbar.
- Er kann sich bei einem Unfall nicht aus der Halterung lösen.
- Die Halterung beeinträchtigt weder Sitze noch Pedale, Airbags, Leitungen oder andere Sicherheitseinrichtungen.
Mögliche Einbauorte sind:
- unter einem Vordersitz mit einer fahrzeuggeeigneten Halterung,
- an einer stabilen und dafür geeigneten Stelle vor einem Sitz oder
- im seitlichen oder hinteren Bereich des Kofferraums nahe der Ladekante.
Eine Anbringung im Fußraum ist nur vertretbar, wenn eine feste Halterung vorhanden ist und der Löscher weder verrutschen noch die Bedienung des Fahrzeugs beeinträchtigen kann. Er darf keinesfalls lose im Beifahrerfußraum liegen.
Vor dem Bohren oder Verschrauben muss geprüft werden, ob sich unter der vorgesehenen Stelle Kabel, Kraftstoffleitungen, die Fahrzeugbatterie oder andere Bauteile befinden. Im Zweifel sollte die Montage durch eine Fachwerkstatt erfolgen.
Ein Feuerlöscher tief unter dem Reisegepäck ist im Ernstfall kaum erreichbar. Kontrollieren Sie deshalb vor längeren Fahrten, ob der Zugang weiterhin frei bleibt.
Autofeuerlöscher richtig lagern und kontrollieren
Im abgestellten Fahrzeug können sowohl sehr hohe als auch niedrige Temperaturen entstehen. Der zugelassene Temperaturbereich ist auf dem Feuerlöscher angegeben und muss zur vorgesehenen Lagerung passen. Ein Gerät darf nicht im Fahrzeug verbleiben, wenn die zu erwartenden Temperaturen außerhalb dieses Bereichs liegen.
Führen Sie regelmäßig eine Sichtkontrolle durch. Achten Sie dabei auf:
- Beschädigungen oder starke Korrosion am Behälter,
- einen unbeschädigten Schlauch beziehungsweise eine freie Löschdüse,
- eine vorhandene und unversehrte Sicherung,
- eine stabile Halterung,
- einen lesbaren Instandhaltungsnachweis und
- bei Dauerdrucklöschern auf die Anzeige des Manometers.
Ein Manometer im grünen Bereich ersetzt keine fachgerechte Instandhaltung. Es zeigt lediglich an, ob sich der gemessene Behälterdruck im vorgesehenen Bereich befindet.
Wie oft muss ein Autofeuerlöscher geprüft werden?
Bei einem freiwillig im privaten Pkw mitgeführten Feuerlöscher besteht nicht automatisch dieselbe gesetzliche Prüfpflicht wie bei vorgeschriebenen betrieblichen Feuerlöscheinrichtungen. Trotzdem sollte das Gerät entsprechend den Herstellerangaben instand gehalten werden. Für tragbare Feuerlöscher ist in der Praxis in der Regel eine fachkundige Prüfung im Abstand von zwei Jahren vorgesehen.
Vibrationen, starke Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit können einen Feuerlöscher im Fahrzeug zusätzlich beanspruchen. Bei erkennbaren Beschädigungen, Korrosion, Druckverlust oder einem beschädigten Sicherungselement muss das Gerät früher geprüft beziehungsweise ausgetauscht werden.
Für vorgeschriebene Feuerlöscher können andere Fristen gelten. Kraftomnibusse unterliegen beispielsweise der jährlichen Prüfung nach § 35g StVZO.
Nach jedem Einsatz muss der Feuerlöscher kontrolliert und neu befüllt oder ersetzt werden. Das gilt auch, wenn nur eine kleine Menge Löschmittel abgegeben wurde. Weitere Informationen finden Sie in unserem Beitrag zur Prüfung von Feuerlöschern.
Wie wird ein beginnender Fahrzeugbrand gelöscht?
Die eigene Sicherheit und die Rettung der Fahrzeuginsassen haben immer Vorrang. Ein kompakter Autofeuerlöscher ist ausschließlich für einen kleinen Entstehungsbrand gedacht.
Gehen Sie nach Möglichkeit folgendermaßen vor:
- Fahren Sie an eine möglichst sichere Stelle und schalten Sie die Warnblinkanlage ein.
- Stellen Sie den Motor ab und ziehen Sie den Fahrzeugschlüssel ab. Bei einem Elektrofahrzeug wird das Antriebssystem entsprechend der Bedienungsanleitung deaktiviert.
- Lassen Sie alle Insassen aussteigen und bringen Sie sie hinter einer Leitplanke oder in ausreichender Entfernung in Sicherheit.
- Rufen Sie die Feuerwehr über die Notrufnummer 112.
- Nehmen Sie den Feuerlöscher nur mit, wenn dies ohne Verzögerung und Eigengefährdung möglich ist.
- Nähern Sie sich möglichst mit dem Wind im Rücken und achten Sie jederzeit auf einen freien Rückzugsweg.
- Setzen Sie das Löschmittel gezielt und in kurzen Stößen am Brandherd ein.
- Brechen Sie den Löschversuch sofort ab, wenn das Feuer nicht unmittelbar kleiner wird.
Brennt es im Motorraum, sollte die Motorhaube nicht vollständig geöffnet werden. Durch das Öffnen kann dem Feuer schlagartig zusätzlicher Sauerstoff zugeführt werden. Wenn ein gefahrloser Löschversuch überhaupt möglich ist, kann das Löschmittel vorsichtig durch einen vorhandenen Spalt eingebracht werden.
Halten Sie bei brennendem Kraftstoff, austretendem Gas, platzenden Bauteilen, dichter Rauchentwicklung oder einem fortgeschrittenen Brand großen Abstand. Kehren Sie nicht zum Fahrzeug zurück, um Gepäck oder persönliche Gegenstände zu holen.
Feuerlöscher bei Elektro- und Hybridfahrzeugen
Ein Elektrofahrzeug brennt nicht automatisch anders als ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Reifen, Innenverkleidungen, Gepäck und andere Bauteile können zunächst unabhängig vom Hochvoltspeicher brennen. Einen sehr kleinen Entstehungsbrand an solchen Teilen kann ein geeigneter Autofeuerlöscher möglicherweise begrenzen.
Ist jedoch der Hochvoltspeicher betroffen, reicht ein kompakter Handfeuerlöscher normalerweise nicht aus. Ein Batteriebrand kann sehr große Wärmemengen freisetzen, giftige und brennbare Gase bilden und nach einer vorübergehenden Beruhigung erneut aufflammen. Die Brandbekämpfung erfordert besondere Kenntnisse, geeignete Schutzausrüstung und erhebliche Mengen Löschwasser zur Kühlung.
Mögliche Warnzeichen für eine Beteiligung des Hochvoltspeichers sind:
- starke Rauch- oder Gasentwicklung aus dem Fahrzeugboden,
- Zischen, Knallen oder ungewöhnliche Geräusche,
- sichtbare Flammen im Bereich der Antriebsbatterie und
- eine schnelle und starke Wärmeentwicklung.
Halten Sie in einem solchen Fall Abstand, warnen Sie andere Personen und informieren Sie die Feuerwehr unter 112 darüber, dass es sich um ein Elektro- oder Hybridfahrzeug handelt. Berühren Sie keine beschädigten orangefarbenen Hochvoltleitungen oder Fahrzeugteile.
Übernimmt die Versicherung die Kosten?
Die Behauptung, nahezu jede Versicherung ersetze nach einem Einsatz automatisch den Autofeuerlöscher, ist zu pauschal. Ob die Neubefüllung oder ein Ersatz übernommen wird, hängt vom Versicherungsvertrag und den Umständen des Schadenfalls ab.
Unter bestimmten Bedingungen können notwendige Kosten zur Abwendung oder Verringerung eines versicherten Schadens berücksichtigt werden. Eine automatische Kostenübernahme lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Dokumentieren Sie den Einsatz, bewahren Sie Rechnungen auf und stimmen Sie die weitere Vorgehensweise mit dem Versicherer ab.
Fazit: 2-kg-Feuerlöscher sinnvoll und sicher befestigen
Ein Autofeuerlöscher ist für private Pkw in Deutschland freiwillig, kann bei einem kleinen Entstehungsbrand aber wertvolle Hilfe leisten. Wenn ausreichend Platz vorhanden ist, bietet ein 2-kg-Feuerlöscher mehr Löschleistung und Reserven als ein sehr kleines 1-kg-Gerät.
Für den ganzjährigen Einsatz kommt häufig ein ABC-Pulverlöscher infrage. Ein frostsicherer, fluorfreier Schaumlöscher kann eine Alternative sein, wenn sein Temperaturbereich und seine Brandklassen zum Fahrzeug passen. Ein CO₂-Löscher eignet sich dagegen nicht als universeller Fahrzeugfeuerlöscher.
Besonders wichtig sind eine feste Fahrzeughalterung, ein gut erreichbarer Montageort und die regelmäßige Kontrolle des Geräts. Bei einem fortgeschrittenen Fahrzeugbrand, dichter Rauchentwicklung oder einer beteiligten Hochvoltbatterie gilt: Insassen retten, Abstand halten und sofort die Feuerwehr unter 112 verständigen.
Stand: September 2026. Vorschriften zur Fahrzeugausrüstung können sich ändern. Prüfen Sie vor Auslandsreisen die aktuellen Regelungen der Ziel- und Transitländer.


